Backpack & Outdoor

In den nachfolgenden Zeilen möchte ich ein paar Worte zur Outdoor – Ausrüstung verlieren. Zudem werde ich dir einige Hinweise mit auf den Weg geben. Wie wir alle wissen, ist Qualität meist preisintensiv. Daher solltest du eins bedenken. Jedes Utensil, was du auf deiner Reise mitnimmst, erhöht deinen Komfort, leert deine Geldbörse und füllt deinen Rucksack. Ein kurzes Beispiel: Brauchst du keinen Komfort, dann brauchst du weniger Dinge! Dir macht es nichts aus auf hartem Untergrund zu Schlafen? – Dann spar` dir die Schlafunterlage. Du suchst dir einen Schlafplatz unter einem Vordach, Baum, Felsen und du hast keine Probleme mit allem was kriecht, krabbelt und fliegt? – Dann brauchst du kein Zelt.

Der Rucksack

Vor dem Kauf eines Rucksacks solltest du dir folgende Fragen stellen:

Wo werde ich unterwegs sein und was muss auf jeden Fall in den Rucksack? Hast du schweres Gepäck z.B. eventuell Winterkleidung? Nimmt dein Schlafsack und dein Zelt viel Platz weg oder hast du überhaupt eins dabei? Dein Rucksack sollte mindestens 75 Liter Volumen haben. Ab diesem Fassungsvermögen solltest du alles hineinbekommen, wenn du dich wirklich auf`s Notwendigste beschränkst. Weiterhin solltest du dir vorher überlegen, ob deine Inhalte im Rucksack Platz finden müssen oder ob du notfalls auch in Kauf nimmst, z.B. dein Zelt außen am Backpack zu befestigen.

Ich möchte dir hier kurz meine Erfahrung mitgeben. Ich habe mir bewusst einen größeren Rucksack (90 L) gekauft, damit alles innen Platz findet und ich eventuell auch noch Lebensmittel unterbekomme. Dabei habe ich Wert darauf gelegt, dass das Packen schnell und einfach von der Seite und von oben geschehen kann. Zudem besitzt der Rucksack ein Tragesystem, welches für größere Lasten ausgelegt ist und somit den Tragekomfort enorm erhöht. Der Rucksack ist stabil, hat bisher viel ausgehalten und es ist noch keine Naht geplatzt oder irgendetwas abgerissen. Ich bin absolut zufrieden damit.

Bei meinem Rucksack handelt es sich um das Modell „Bison 90“ von Tatonka. Mich hat die Qualität und das Firmenprofil überzeugt.

Das Zelt

2014-12-10 05.58.31Wenn du vor hast in jeder Situation draußen Schlafen zu wollen, empfehle ich dir ein Zelt. Dabei solltest du darauf achten, dass es schnell aufzubauen und stabil ist, aber trotzdem ein geringes Eigengewicht besitzt. Es gibt sehr leichte Einmannzelte auf dem Markt, die ich dir nicht raten kann, denn du bist nicht allein. Dein Rucksack begleitet dich. Wenn du nicht gerade auf deinem Rucksack liegen willst oder dein Rucksack
auf dir liegen soll, empfehle ich dir ein Zweimannzelt. Achte darauf, dass es nicht zu schwer ist. Ein guter Richtwert sind ca. 2 Kilogramm für ein Trekkingzelt. Dem geringen Gewicht steht leider der hohe Preis gegenüber. Wenn du einfach knapp bei Kasse bist, dann musst du ein höheres Gewicht und Packmaß in Kauf nehmen. Ich hatte bisher gute Erfahrungen mit dem Modell „Hubba Hubba“ von MSR (2012 gekauft). Es wiegt gerade zwei Kilo, ist robust und trotzt Wind und Wetter. Aus eigenen Erfahrungen kann ich bestätigen, dass ich damit bisher keinerlei Probleme hatte. Zudem gibt es bei Schäden viele Möglichkeiten, das Zelt zu reparieren.

Tipp: Nimm dir ein Reparaturset mit, um unterwegs dein Zelt flicken zu können. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich keinen geeigneten Flicken zum Reparieren in den Geschäften finden konnte.

Der Schlafsack

Machen wir es kurz. Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder einen Schlafsack mit Daunenfedern oder mit synthetischer Füllung.

Daunenfederschlafsack

  • leicht und kleines Packmaß (bei bestimmter Wärmeleistung)
  • Wärmeleistung bleibt bei guter Pflege erhalten
  • teuer
  • kompliziert zu reinigen

Synthetikschlafsack

  • Schwer und großes Packmaß (Bei bestimmter Wärmeleistung)
  • verliert Wärmeleistung mit den Jahren
  • preiswert
  • ohne Probleme waschbar

Ich empfehle dir auch noch ein sogenanntes Schlafsack- Inlett. Das ist eine Einlage für deinen Schlafsack aus Baumwolle oder Seide, die sehr einwach waschbar sind und in den Schlafsack zum Schonen mit eingelegt werden. Dadurch musst den nur noch in größeren Abständen waschen. Außerdem, wenn es sehr warm ist, dann reicht es meist aus nur im Inlett zu schlafen und du brauchst deinen Schlafsack nicht extra auspacken.

Mein Tipp:
Überlege dir gut vorher, wo du bei deiner Reise unterwegs sein wirst. In warmen Gebieten mit Temperaturen die nicht unter 5 °C fallen, reicht ein leichter, synthetischer Schlafsack. Wird es kälter, solltest du dir Überlegen, ob du dir ebenfalls einen Synthetikschlafsack zulegst und dafür höheres Gewicht und Packmaß in Kauf nimmst. Wenn nicht, dann solltest du definitiv zur Daune greifen.

Ich habe bisher gute Erfahrungen mit einem Daunenschlafsack der Marke „Mountain Equipment“ gemacht.

Die Schlafunterlage

Bei Schlafunterlagen, sprich Isomatten, gibt es eine riesige Auswahl. Damit meine ich, dass du, von ganz groß und sperrig bis ganz klein und kompakt, alles bekommst. Bei tiefen Temperaturen empfehle ich dir auf jedenfall eine Unterlage mit einem guten Isolationswert. In warmen Gebieten, spielt die Isolation keine Rolle.

Dann wäre da noch dein Komfort. Reicht dir eine harte Vollschaumstoffunterlage oder sollte sie deinen Körper auch Polstern. Meine Erfahrung habe ich mit einer Matte der Marke „Therm-a-Rest“ gemacht und bin sehr zufrieden damit. Sie ist stabil, bei Löchern kann sie ohne Probleme repariert werden und sie besitzt zu dem sehr gute Isolationswerte bei geringem Packmaß.

Tipp: Nimm dir einen Reparaturkleber für deine Isomatte mit. Somit kannst du eventuelle Löcher reparieren, wenn du unterwegs bist. Weiterhin kannst du damit  auch eventuelle Löcher oder kaputte Nahtstellen am Zelt wieder dichten.

Der Wäschesack

Was meine ich damit? Auf meiner Reise bisher war das ein sehr hilfreiches Utensil. Damit meine ich einen wasserdichten Pack – und Kompressionssack. In dem Sack verstaue ich meine Kleidung und kann sie auf ein sehr kleines Volumen mit Hilfe von am
Sack befestigten Zurrriemen komprimieren. Damit wird mehr Platz im Rucksack. Zudem ist dieser Sack wasserdicht und sehr stabil.

Das Reisehandtuch

Ich hab das Handtuch bewusst hier aufgelistet, weil es für mich ein wichtiges Utensil auf der Reise ist. Es gibt sehr kleine, meist synthetische Reisehandtücher. Die nehmen ca. 3 Mal weniger Platz weg als ein gewöhnliches Handtuch und funktionieren genau so gut oder sogar besser.

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