Die schönsten und dabei wenig touristischen Orte Südamerikas

Du willst nicht immer dem Mainstream beim Reisen hinterherrennen? Wenn du Brasilien hörst, denkst du nur an Rio? Bei Chile nur an die Atacama- Wüste oder wenn jemand Argentinien erwähnt, dann vielleicht nur an die Iguazú- Wasserfälle? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel will ich dir zunächst ein paar Orte oder auch Sehenswürdigkeiten vorstellen, die glücklicherweise relativ unbekannt sind und oft sehr viel schöner als irgendwelche touristisch bekannten Orte. Meistens ist das Beste auch ohne weitere Kosten zu erreichen. Zudem zeig ich dir auch, wie du bei den populärsten Attraktionen wie z.B. Uyuni/ Bolivien, die Masse bewusst umgehen und du dir dabei andere Eindrücke verschaffen kannst.

Brasilien

„Parque da Cidade“ – Niteroi

IMG_1307Wer nach Rio de Janeiro reist, spielt meist mit dem Gedanken, den Ausflug zur Christus- Statue mitzumachen, wegen der wunderschönen Aussicht auf die Ganze Stadt und Bucht von Rio. Die Realität ist leider die, dass es heutzutage ein von Touristen überfülltes Örtchen ist und als Eintritt ein ordentliches Sümmchen verlangt wird. Eine wunderbare Alternative wäre, mit dem Bus bis nach Niteroi, eine Stadt die auf der anderen Seite der Bucht liegt, zu fahren. Dort gibt es den sogenannten „Parque da Cidade“ – ein relativ hoher Hügel von dem du eine mindestens genau so schöne Aussicht hast, wie vom „Cristo“ aus. Es wird kein Eintritt verlangt und du kannst sogar hinauflaufen.

„Portal do Sana“ – Region Rio de Janeiro

IMG_1226Ihr wollt ein anderes Erlebnis? Vielleicht ein bisschen Dschungel und Wasserfälle? Dann bist du in Sana, im Bundesstaat von Rio de Janeiro genau richtig. Kurz gesagt ist es ein natürlicher Wasser- Erlebnispark. Es gibt dort einen Fluss mit frischem, sauberen Wasser, der sich in Wasserfälle auf seinem Weg ins Tal aufklüftet. Dort gibt es metertiefe Wasseraugen um aus 4-5 Metern Höhe hineinzuspringen und vom Wasser glatt geschliffene, gerade „Felswasserrutschen“, die dir einen riesen Spaß bereiten können – und das ganze auf natürliche Art und Weise. Es wird dort kein Eintritt verlangt, jedoch gibt es Camping und Hütten, bei denen ca. 25 Real pro Nacht verlangt werden. Für alle Reisenden unter uns: Du findest auch sicher außerhalb des Campings ein Plätzchen für dein Zelt…

Praia dos Antigos – Trindade

IMG_1111Ein kleiner Regenwald, danach direkt der weiße Sandstrand und angenehm warmes Wasser – Meiner Meinung nach einer der schönsten und einsamsten Strände, die ich in meinem Leben kennen lernen durfte. Ungelogen zeltete ich dort allein.

Wir befinden uns immer noch im Bundesstaat von Rio de Janeiro; Im Süden, in der Nähe der Stadt „Trindade“. Zum Glück sind die schönsten und einsamsten Orte heutzutage nur zu Fuß zu erreichen – sonst gäbe es die schon längst nicht mehr. Es gibt noch die Möglichkeit einen Bootfahrer anzuheuern, was aber sehr teuer ist. In der Gegend findest du viele wunderschöne Strände und Orte. Dort kannst du kilometerweit der Küste entlang laufen, ohne dabei auf Wohnsiedlungen oder überhaupt auf eine Menschenseele zu stoßen. Mein Tipp!

Argentinien

„Los esteros del Iberá“ – Corrientes

IMG_3870Sehr wenige Reisende oder Touristen haben schon einmal etwas vom gigantischen Sumpfgebiet Iberá gehört. Ein Nationalpark der eine Fläche einnimmt die größer als der Freistaat Sachsen ist. Möglichkeiten eine einzigartige Flora und Fauna kennenzulernen, die sich durch eine Artenvielfalt an Wasservögeln, Kaimaren, Wasserschweinen und vieles mehr auszeichnet. Es gibt die Option im Park zu zelten, jedoch nur in gekennzeichneten Refugien, die von den Parkwächtern organisiert werden. Wenn du keine Probleme mit Mücken hast, oder ein starkes Mückenspray dabei hast, ist das auf jeden Fall ein Erlebnis, dass du dir nicht entgehen lassen solltest. Leider ist der Zugang zum Park teilweise sehr teuer, da er über einen Privattransport geschieht. Eine andere Möglichkeit wäre, ein Allradfahrzeug mit mehreren Leuten zu mieten, um dort flexibler zu sein.

„Las Tres Piletas Del Rio Quilpo“ – Cordoba

IMG_1836In der Bergregion nördlich von Cordoba, ganz in der Nähe des kleinen Dörfchens „San Marco Sierras“ fließt der Fluss Quilpo, der sich durch ein trockenes, steiniges und quarzreiches Tal schlängelt. Neben großen Fischen, die du im kristallklaren, kalten Bergwasser sehen kannst, gibt es Wasserschildkröten und natürlich auch die Möglichkeit baden zu gehen. Ein wunderschöner und ruhiger Ort, um einfach die Seele baumeln zu lassen. Du kannst dort Zelten und solltest dir ein paar Lebensmittel mitnehmen.

„Hornocal“ – Berg der sieben Farben – Jujuy

Hinter den Bergen bei den sieben Zwergen…Atemberaubend erstreckt sich der „Hornocal“ im Nordwesten von Argentinien entlang der Andenkordillere. Wenn dir die Berge gefallen und du siehst dir gerne außergewöhnliche Bergformationen an, dann bist du dort genau richtig. Der Berg hat ungelogen sieben Farben oder vielleicht noch mehr. Vom kleinen, nordischen Andendorf Humahuaca, gibt es Möglichkeiten zu einer Aussichtsplattform zu gelangen, um diesen Berg zu bestaunen. Ein schönes Bild dazu findest du hier.

Chile

Nationalpark Altos de Lircay – Región del Maule

LircayWer gerne Bergwandertouren macht oder auch reitet, ist in diesem Nationalpark genau richtig aufgehoben. Im von Talca erreichbarem Dörfchen „Vilches“, gibt es die Möglichkeit ein stundenlanges Erlebnis auf dem Pferd zu organisieren. Die dort ansässigen „Huasos“ – die chilenischen Cowboys – kennen sich bestens im Nationalpark aus und begleiten dich auf der Tour zu Ross. Eine spektakuläre und einzigartige Natur, die noch lange nicht so touristisch ist, wie andere Nationalparks oder Sehenswürdigkeiten in Chile.

Bolivien

Die Uyuniwüste ´mal anders – Uyuni

IMG_2076Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Bolivien ist die riesige Salzwüste neben Uyuni. Meistens werden Touren angeboten, die 4 Tage lang im Cheep durch die Wüste gehen. Ich will dir kurz eine andere Möglichkeit zeigen, den ausgetrockneten Salzsee kennenzulernen, ohne dabei dem Hauptstrom an Touristen zu folgen. Wenn du in der Stadt Uyuni ankommst, dann gibt es dort Busse, die weiterfahren und dich in Colchani absetzen können. Colchani ist ein kleines Dörfchen, am Rande der Wüste. Dort kannst du auch übernachten und zu Fuß in die Wüste hineinlaufen – natürlich auf eigene Faust und Verantwortung. Nach 5 – 6 Kilometern Fußmarsch ist der Boden schon übersäht von weißen, klitzernden Salzkristallen – und das ganze völlig kostenlos.

Bauernmärkte

2015-11-27 09.24.42Der Durchschnittsbolivianer geht noch auf Märkte einkaufen, da dort alle notwendigen Lebensmittel zu finden und die Preise am niedrigsten sind. Wenn dir also typische, chaotische Märkte gefallen, solltest du in Bolivien unbedingt die „Mercados Campesinos“ besuchen. Diese findest du normalerweise in jeder Stadt und es gibt dort Produkte direkt aus der bolivianischen Landwirtschaft. Zudem gibt es viele „Cholitas“ und „Mamitas“ die dort ihre Hausmannskost anbieten und das zum kleinen Preis. Ich hab auf solchen typischen Märkten noch keine Touristen gesehen, denn es gibt meist auch noch die „Mercados Centrales“, die oft geordneter, sauberer und meist bekannter sind. Jedoch fehlt dort das typische Flair und vom wirklichen Marktleben lässt sich auch nichts verzeichnen. Noch ein kleiner Tipp: Vergiss nicht zu handeln! Meistens wird dort bei Ausländern mehr verlangt, vor Allem bei hellhäutigen.

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